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2026 – 2029

ÆNIGMA

HEPTALOGÍA

Tritt also in dich selbst ein und sieh,
denn dein Geist liebt sich selbst mit großer Kraft.

Header

Über das Werk

Entfliehe für eine Weile deinen Beschäftigungen,
verbirg dich ein wenig vor dem Lärm deiner Gedanken.

Wirf die drückenden Sorgen ab
und lege deine mühevollen Zerstreuungen beiseite.
Tritt ein in die Kammer deines Geistes
und sei eine Weile frei für Gott, für alles Göttliche
und ruhe eine Weile in ihm.


Anselm von Canterbury (1033-1109)

In ÆNIGMA verbinden sich vielfältiger solistischer und choraler Gesang mit einer Welt aus Orgel- und Orchesterklängen: unsichtbar an vielen Stellen im Raum zu hören und erweitert um die Möglichkeiten elektronischer Klanggebung und modernster Surroundsound-Technik.

Dazu hat Lyhrus Texte in Musik gesetzt, die zum Teil vor fast 1000 Jahren geschrieben wurden, von Anselm von Canterbury, Hildegard von Bingen, Meister Ekkehart und anderen. Sie behandeln Spannungsverhältnisse zwischen Arbeit und Meditation, Liebe und Verlust, Extase und Verzweiflung, Verstand und Transzendenz.

Über die Entstehung

von LYHRUS

Für mich waren das Schreiben und Aufführen von Musik, vor allem gesungener Musik, immer ein Weg in die Tiefe – zu einem wie geheimen Ort der Ruhe und Unangreifbarkeit. Ich glaube an diese Räume der Stille in uns, auch wenn sie oft rätselhaft unscharf bleiben.

 

Was mir jedoch lange fehlte, waren Texte, die die Sehnsucht nach diesen inneren Orten teilen und sich zugleich jene mystische Weite und Unschärfe erlauben, die strenge Liturgien oft vermissen lassen.

Gefunden habe ich sie bei Menschen, die vor fast tausend Jahren über Liebe und Verlust, Erde und Kosmos, Sichtbares und Unsichtbares nachgedacht haben. – Jenseits dieses Geistigen liebe ich aber auch ganz konkret die überwältigende Architektur unserer Kirchen und den sphärischen Klang ihrer Orgeln.

All das fließt in ÆNIGMA zusammen: wunderschöne Stimmen, uralte und zugleich unfassbar heutige Texte, einhüllende Melodien, Raumklang – und vor allem: die Meditation des Hörens.

Requiesce

ÆNIGMA – Heptalogía Part I

ÆNIGMA ist als siebenteilige Konzertreihe konzipiert, eine Heptalogie über die Meditation und den Weg nach innen. Der erste Teil, Requiesce, widmet sich dem Loslassen der alltäglichen Verpflichtungen, dem Rückzug aus dem 'Lärm der Welt', der inneren Sammlung. Diesem Loslassen wohnt ein Zauber, eine Vorfreude inne. So wird es ein intimer Beginn sein, zart, betörend, mitunter ekstatisch, dann aber auch schon innerlich und wie entrückt.


Konzerte ÆNIGMA – Part I Requiesce

Freitag, 20. November 2027, 20h, Französischer Dom Berlin
Samstag, 21. November, 20h, St. Nikolai Spandau

TICKETS


Die acht Sängerinnen von Cantus Berlin
Nils Jensen, Leitung | Lyhrus, Tasteninstrumente & Sonorium